Förderprogramm
Häufig werden die im EIAB lebenden Mönche und Nonnen danach gefragt, ob man denn als Laie das EIAB nur mit finanziellen Zuwendungen unterstützen könne. Und - ehrlich gesagt - nicht jeder Freund mag die wiederholten Spendenaufrufe für das Institut lesen. Deshalb möchten wir Euch einladen, gemeinsam dieses manchmal schwierig erscheinende Feld in Ruhe zu betrachten.
Wenn wir tief schauen, dann können wir uns das Ziel bewusst machen, dem das EIAB dient:
Es ist der tiefe Wunsch von Thich Nhat Hanh (Thay) und allen Mönchen und Nonnen, die Lehre des Buddha in die heutige Welt zu bringen, damit sie ihre heilsame Wirkung für alle Lebewesen entfalten kann. Das EIAB möchte dazu beitragen, das unendliche Potential von Achtsamkeit, Weisheit, Mitgefühl und Liebe zum Nutzen unseres Planeten zu entfalten. Die Gebäude sind zuerst einmal nur Mittel, die bei der Umsetzung dieser Aufgabe helfen sollen und können. Lesen Sie mehr über die Renovierungspläne...
Aber es gibt noch einen zweiten Aspekt. Thay hat sich für dieses Haus mit seiner schwierigen deutschen Geschichte entschieden, die untrennbar verbunden ist mit dem unsäglichen Leid seiner Bewohner, vor allem in der NS-Zeit. Aber auch die jüngere Zeit, in der das Haus von der Bundeswehr zur psychologischen Kriegsführung genutzt worden ist, hat ihre Schatten auf das Gebäude und auf die ganze Gemeinde Waldbröl geworfen. So manifestiert sich in den Gebäuden des EIAB und in ihrer Geschichte das Leiden der Menschen speziell unseres deutschen Heimatlandes, aber auch unseres ganzen europäischen Kontinents und der ganzen Welt.
Buddha hat uns gelehrt, dass wir unser Leiden nur erkennen, transformieren und auflösen können, wenn wir es ganz annehmen, wenn wir es umarmen, es einatmen, schmecken, riechen, berühren und fühlen. Nur dann können wir seine Wurzeln im Geist unserer Vorfahren und in unserem eigenen Geist erkennen, und damit beginnen, zu verzeihen, unsere Verantwortung anzunehmen und unser Leiden mit den Mitteln der Achtsamkeit und des Mitgefühls zu heilen.
Thay setzt sein ganzes Vertrauen in uns - in seine Freundinnen und Freunde, in seine Schülerinnen und Schüler und in die Mönche und Nonnen seines Ordens - wenn er uns bittet, diesen Transformations- und Heilungsprozess für uns selbst, für das EIAB mit seinen Bewohnern und seinen Gebäuden und für die Welt in Gang zu setzen. Es gibt Stunden und Tage, an denen es unmöglich erscheint, dieser herausfordernden Aufgabe gerecht zu werden. So viele Renovierungsarbeiten liegen noch vor uns!
Aber, als Buddha anfing zu lehren, hat er damals daran gezweifelt, ob er die Herzen und den Geist der Menschen erreichen könne? Nein, er hat schlicht das Rad der Lehre in Bewegung versetzt, er hat einer kleinen Schar von Kindern seinen ersten Dharma-Vortrag dargeboten, im tiefen Vertrauen darauf, dass die heilsame Wirkung der Lehre erkannt werden wird von vielen Menschen, die auf der spirituellen Suche sind.
Heute laden Thich Nhat Hanh, die Nonnen und Mönche seines Ordens und das EIAB alle Laienfreunde ein, sich zu engagieren für eine Welt der Achtsamkeit, der Weisheit, des Mitgefühls und der Liebe, zu der das EIAB einen essentiellen Beitrag leistet.
Jeder Mensch kann dabei helfen. Denn das EIAB wird seinem Ziel nur dienen können, wenn alle drei Säulen, auf denen Unterstützung durch Laien möglich ist und benötigt wird, in gleichem Masse gestärkt werden:

