Ein Kriegs-Trauma
Nie hätte ich mir vorstellen können, dass der Zweite Weltkrieg etwas mit meiner Familie beziehungsweise mit mir selbst zu tun haben könnte.
Ich nahm am Seminar „Trauma des Krieges“ von Schwester Bi Nghiêm teil, weil ich vom Anfang meines Lebens in Deutschland an ein großes Interesse an der deutschen Geschichte hatte, sowohl am Zweiten Weltkrieg als auch an der Nachkriegszeit, den schwierigen Jahren für die Deutschen. Zu Beginn der Nachkriegszeit waren viele Deutsche schwer traumatisiert: die aus dem verlorenen Krieg oder aus der Gefangenschaft zurückkehrenden Soldaten und die Frauen und die Kinder, die in den Trümmern des Krieges überlebt und Hunger, Not und Kälte erlitten hatten.
Der Grund für all das Leiden war der Krieg. Krieg ist Krieg. Für mich war und ist es gleichgültig, ob der Krieg in Deutschland oder an irgendeinem Ort auf der Welt stattgefunden hat, ob der Krieg in einem so kleinen Land stattfand wie der Vietnamkrieg und welche Folgen des Zweiten Weltkriegs den Vietnamkrieg bewirkten.
Am ersten Tag des Seminars waren meine Gefühle anfänglich leicht und ungezwungen. Während des ersten Vortrags von Schwester Bi Nghiêm wurde ich zunehmend angespannter. Sie erzählte von den Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges, vor allem mit welcher Motivation sie zu jenen Zeiten für ihr Vaterland kämpften. Schwester Bi Nghiêm schilderte sehr anschaulich deren Emotionen und deren Verzweiflung, sie sprach darüber, welche Gefühle sie unterdrücken mussten und welche Verletzungen die Soldaten, deren Familien und vor allem deren Kinder nach den Kriegen erlitten hatten.
Am gleichen Nachmittag fand unter der Leitung von Schwester Bi Nghiêm der erste Dharma-Austausch zwischen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die Atmosphäre war sehr gespannt, da fast alle ihre persönlichen Schicksale sehr offen und aus tiefstem Herzen kommend mitgeteilt hatten. Sie erzählten von den Schmerzen, Leiden und Schwierigkeiten ihrer Großeltern, ihrer Eltern und ihrer Kindheit nach dem Zweiten Weltkrieg. Das berührte mich so sehr, dass ich über den Vietnamkrieg sprechen konnte. Der Vietnamkrieg musste sich – meiner Meinung nach – genau so wie die beiden Weltkriege in Deutschland sowohl auf die Generation der Großeltern und der Eltern, die davon direkt betroffen waren und sich auch damit auseinandersetzen mussten, als auch auf die nächste, jüngere Generation auswirken.
Ich erzählte, wie meine Eltern während des Vietnamkriegs niedergedrückt von großer Angst lebten. In Vietnam wurden die jungen Männer, wenn sie 18 Jahre alt wurden und die letzte Schulklasse nicht abgeschlossen hatten, zum Militär eingezogen. Das bedeutete, sie wurden meistens an die Front, auf die Schlachtfelder im ganzen Land geschickt.
Ich erzählte auch, wie hart es für die Eltern und auch für die Großeltern war, den Lebensunterhalt für ihre Kinder, insbesondere für ihre Söhne und ihre Enkelsöhne, unter solch enormem Druck aufbringen zu müssen.
Ich erzählte schließlich auch, wie ich damals meinen Eltern misstraute und darunter litt, weil sie ihre Söhne, meine Brüder, immer bevorzugt behandelten, und dass es für mich immer so aussah, als ob sie ihre Söhne mehr liebten als ihre Töchter.
Die Atmosphäre der Gruppe wurde von den starken Emotionen der Teilnehmenden bestimmt. Viele weinten ganz offen und manchen stiegen Tränen in die Augen. Mein bis dahin verschlossenes Herz begann zu schmelzen. Auch meine Augen wurden feucht und ich fühlte mich nicht wohl.
Am zweiten Tag des Seminars erzählte Schwester Bi Nghiêm über die Bombardierung deutscher Großstädte wie Dresden, Hamburg und Berlin durch die Alliierten . Sie beschrieb das Ausmaß der Schäden durch den Zweiten Weltkrieg und die Leiden der Kriegsopfer. Als eine der Kriegsfolgen, so betonte sie, gab es sehr viele Flüchtlinge, die nach Deutschland (zurück)kamen, aber es gab auch Flüchtlinge in den benachbarten Ländern, z.B. in Polen, in der Tschechoslowakei, in Rumänien und in der Sowjetunion. Diese Tatsachen riefen mir wieder ins Bewußtsein, was ich „vergessen“ hatte. Vor meinen Augen erschienen wieder die Flüchtlingsmassen des Vietnamkrieges, ihr Hab und Gut auf einfachen Fahrrädern oder auf ihren Schultern tragend. Sie bewegten sich mit kleinen Kindern an der Hand und mit schweren Schritten, langsam Schritt für Schritt auf der Hauptstraße Nummer 4 von Saigon nach Hue. Ihnen folgten verwundete Soldaten und eine chaotische Masse von Menschen.
Ich sah wieder vor meinen Augen hunderte Boote, überladen mit Menschen, überwiegend mit Kindern, ohne Trinkwasser und ohne Lebensmitteln auf das offene Meer hinausfahren. Verfolgt wurden sie von vietnamesischen Militärschiffen. Hinter diesen Booten jagten auch noch Piraten aus Thailand und Malaysia her. Schutzlos waren diese einfach ausgerüsteten, überladenen Boote solchen Gefahren wie Hunger, Durst, Unwettern und Überfällen von Piraten ausgeliefert .
Ich sah wieder vor meinen Augen meine drei minderjährigen Brüder und Schwestern, die inmitten der Massen von Menschen in einem Boot saßen. Ihre Gesichter waren blass und von Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit gezeichnet. Das einfache Boot war überfüllt von Menschen und es herrschte Chaos. Alle hatten immer Angst, dass man während des Schlaf seiner einzigen winzigen Habe beraubt wurde. Durst, Hunger, Hilflosigkeit und Angst beherrschten die Menschen im Boot.
Ich sah wieder vor meinen Augen, wie das Boot wie planlos auf den Ozean hinausfuhr. Drei Tage und zwei Nächte war das Boot auf dem Ozean ohne Trinkwasser und Essen unterwegs. Schließlich erreichte das Boot Malaysia und wir wurden in ein Flüchtlingslager gebracht. Meine drei jüngeren Geschwister durften nach mehreren Monaten aus dem Flüchtlingslager nach Deutschland, in das Bundesland Rheinland-Pfalz, nach Koblenz ausreisen. Kurz danach wurden sie nach Berlin zu meinem älteren Bruder geschickt, der damals als Assistent an der Technischen Universität Berlin arbeitete.
Ich sah wieder vor meinen Augen, wie mein jüngerer Bruder, der auf einem Boot aus Vietnam geflüchtet war, durch diese Flucht traumatisiert wurde. Er kam, im Gegensatz zu den anderen Geschwistern, in der deutschen Schule nicht zurecht. Er war depressiv. Er lebte im umgekehrten Tages- und Nacht-Rhythmus. Er isolierte sich von seinen Klassenkameraden. Er nahm überhaupt keinen Kontakt zu anderen auf. Er kam selbst zu Hause mit der Familie nicht zurecht. Eines Tages bedrohte er die Familie so heftig, dass die Polizei ihn zu Hause festnehmen musste. Er wurde vernommen und nach einigen Tagen in die Psychiatrie eingeliefert. Dort wurde er zwei Jahre lang mit Psychopharmaka behandelt. Trotz aller Bemühungen der Ärzte und obwohl alle Familienmitglieder ihm weiterhin Liebe und Vertrauen entgegenbrachten, beging er schließlich Selbstmord. Sein Tod kam für uns alle unerwartet und war für die ganze Familie eine Tragödie. Sein Tod hinterließ einen großen Schmerz bei allen meinen Familienmitgliedern.
Ich hatte all diese Erinnerungen an die Vergangenheit mit großer Anstrengung aus den Tiefen meines Gedächtnisses hervorgeholt. An diesem Tag verschlechterte sich mein Zustand zunehmend. So ging es nicht nur mir, sondern auch den anderen Teilnehmenden. Einige blieben danach sogar den ganzen Tag in ihrem Zimmer und nahmen auch kein Mittagessen ein.
Ich stellte fest, dass mich starke Emotionen zutiefst bewegten. Ich spürte eine heftige und traurige Energie in mir, die höher und höher stieg. Am folgenden Tag konnte ich diese Emotionen nicht mehr kontrollieren, Gefühle der tiefsten Trauer beherrschten mich in meinem Inneren, ohne dass ich genau benennen konnte, was mit mir geschah. An diesem Tag konnte ich überhaupt nichts zu mir nehmen, ich nahm auch an keinen anderen Aktivitäten teil, sondern blieb für mich allein. Ich verfiel in ein Weinen und weinte, wie ich zuvor noch nie geweint hatte.
Nach einer Weile nahm ich meine alle Kraft und meinen Mut zusammen und beschloss, im nahe gelegenen Wald eine langsame und lange Gehmeditation zu machen. Ich atmete tief ein und atmete langsam aus, so tief und so langsam wie ich nur konnte. Ich ging so viele Stunden lang. So wurde mir allmählich bewusst: es war jetzt endlich die Zeit gekommen, dass ich mich mit meiner Vergangenheit, mit meinem Trauma direkt konfrontieren musste, um damit in Frieden leben zu können.
Ich erlaubte mir, vor meinem inneren Auge die Vergangenheit nochmals zu erleben. Ich erinnerte mich daran, wie ich mit meinen Geschwistern in Vietnam zusammen lebte, wie meine Eltern uns beschützten, wie sie uns großzogen und wie hart es für sie war, uns zwölf Kindern genügend zu essen zu geben, für unsere Gesundheit zu sorgen und uns eine bessere Bildung zu ermöglichen. Ich erlebte noch einmal, wie meine Mutter vor dem immer bedrohlicher werdenden Krieg in ständiger Angst lebte und dadurch ständig unter Kopfschmerzen litt.
Je intensiver der Krieg wurde, um desto mehr herrschte die Angst in fast allen Familien, besonders in den Familien mit Söhnen kurz vor dem Abitur. Wenn sie die Abschlussprüfung, das Abitur, nicht schafften, bedeutete das, dass sie bald zum Militärdienst einberufen wurden. Das war der wichtigste Grund, warum so viele Söhne von ihren Eltern aus Vietnam weggeschickt wurden.
Je mehr ich das Leben in Vietnam noch einmal miterlebte, desto deutlicher fühlte ich diesen tragischen Konflikt der Eltern und der Söhne, und desto mehr musste so viel und heftig weinen. Plötzlich wusste ich ganz genau, warum mein jüngerer Bruder so viel später an einer schweren Depression erkrankt war. Er konnte die Erinnerung an seine Jugend in der Zeit des Vietnamkrieges und an die Flucht aus Vietnam nicht verarbeiten.
Es war wie bei einer Zwiebel, bei der die Schalen durch die intensive Verarbeitung des inneren Leidens langsam von außen nach innen entfernt wurden. Und plötzlich fand ich den Kern der Zwiebel, den Kern des Leidens, der tief in mir, oder genauer gesagt, der bei mir und meinen Geschwistern seit dem Drama meines Bruders tief in uns allen lag. Vor mehr als zwanzig Jahren war es mir nicht möglich, ein solches Trauma zu verarbeiten oder ich hatte es offenbar geleugnet. Ich hatte es viele Jahre lang unbewusst in mir unterdrückt. In den Deutschkursen, während des Studiums, und später bei der Betreuung meiner Tochter und sogar durch das soziale Engagement habe ich das Trauma verleugnet und in meinem Inneren tief versteckt. Hatte ich damals Angst, dieses Trauma bewusst zu verarbeiten? Vielleicht waren das nur meine eigenen Abwehrmechanismen gewesen, um mich selbst vor meiner Ohnmacht, vor den Folgen des Traumas zu schützen. Unbewusst hatte ich ein solches tiefes Leid in meinem bisherigen Leben in mir getragen. Nun war es für mich eine große Herausforderung, das ganze Drama der Vergangenheit wieder zu beleben, die damalige Situation meines jüngeren Bruders noch einmal nachzuerleben.
Ich ging in den Wald. Ich atmete tief ein und atmete langsam aus. Ich konzentrierte mich auf meinen Atem, jeder Schritt, den ich machte, brachte mir Entspannung. Ich setzte mich auf einen großen Stein, um mich herum waren nur Bäume. Jedes einzelne Detail aus der Vergangenheit stand mir vor Augen, als sei es gestern gewesen. Und jetzt kamen starke Schuldgefühle in mir hoch. Ich erkannte endlich, worunter ich Jahrzehnte lang gelitten hatte. Ich hatte Schuld, weil ich als älteste Schwester die Flucht meiner drei minderjährigen Brüder und Schwestern aus Vietnam nicht verhindert hatte. Ich hatte Schuld, weil ich mich nach meiner Ankunft in Berlin mehrere Jahre lang nicht um meinen jüngeren Bruder gekümmert hatte. Ich hatte Schuld, weil ich seine seelischen Schwierigkeiten nicht rechtzeitig erkannt hatte. Ich hatte Schuld, weil ich mir keine Zeit genommen hatte, mit ihm einen Arzt und Psychotherapeuten aufzusuchen
In den folgenden Tagen litt ich mehr und mehr unter meinen Schuldgefühlen. Außer den seelischen und psychischen Schwernissen litt ich auch unter heftigen körperlichen Beschwerden wie Magenkrämpfen bis hin zu Erbrechen, Ess- und Schlafstörungen und allgemeinen Schwächegefühlen. Um diesen Zustand zu überwinden, blieb ich allein für mich, ging in den Wald und meditierte im langsamen Gehen. Dank dieser Praxis, dank der Gehmeditationen, dank der Hilfe der Sangha war mir klar geworden, dass das Drama für mich vorbei sein musste.
Ich wiederholte und wiederholte mir immer wieder, dass ich für die damalige Situation meiner Familie während des Vietnamkrieges nicht verantwortlich war. Damals wusste man nicht, was man unter solchen undurchschaubaren politischem Verhältnissen tun sollte und wie man sich mit der neuen Regierung einrichten konnte. Die Sieger marschierten in die Hauptstadt Saigon ein und übernahm die Macht. Tausende ehemalige Offiziere wurden inhaftiert und in Umerziehungslager in Mittel- und Nordvietnam eingeliefert. Das Vermögen der reichen Familien wurden beschlagnahmt und die Familien in die „neuen Wirtschaftszonen“ (zum Arbeiten auf den Feldern) geschickt. Die Kinder von Offizieren wurden nicht in Schulen und Universitäten aufgenommen. Die alte Währung wurde durch eine neue ersetzt und jeder durfte nur einen bestimmten Betrag umtauschen. Viele Familien planten damals die Flucht aus Vietnam.
Ich sagte mir auch immer wieder, dass ich mir für die Tat meines Bruders und seinen Tod keine Vorwürfe mehr machen muss, da ich damals nicht wusste, wie man einen depressiven jungen Menschen behandelt.
Allmählich wurden meine tiefe Traurigkeit und meine starken Schuldgefühle etwas leichter. Immer wieder übte ich die geleitete Meditation über Kriegstraumata aus. Ich versetzte mich immer wieder in die damalige Situation meiner Eltern und meines Bruders . Ich konnte ihre damaligen Schmerzen wie meine eigenen Schmerz spüren und damit auch verarbeiten. Jedes Mal, wenn der Schmerz oder das Leid in mir auftauchten, versuchte ich das zu erkennen und in mir zu umarmen und aufzulösen. Es war ein langer Prozess, in dem ich ich mich langsam vom Schmerz und vom Leid befreit habe. Stattdessen stiegen Liebe und Mitgefühl in mir auf. Ich erkannte nun ganz genau, dass ich meine Eltern, meine Geschwister und besonders meinen verstorbenen jüngeren Bruder liebte wie noch nie zuvor. Ich lebe jetzt intensiver und nehme die Menschen um mich herum und meine Familie liebevoller wahr als früher.
Mein Schicksal ist das traurige Schicksal von hunderttausenden Vietnamesen auf der ganzen Welt, das jeder Vietnamese in sich trägt und selbst verarbeiten muss. Für mich bedeutet dieses Seminar keine endgültige Heilung. Ich glaube, das Trauma wird eines Tages wieder auftauchen, wenn die Bedingungen dafür reif sind. Ich werde es wieder als solches erkennen und mich damit konfrontieren. Aber in einem bin ich mir sicher, dass es mir nicht mehr so schwer fällt damit umzugehen - wie bei diesem ersten Mal - weil ich die hilfreiche Praxis der Meditation zur Verfügung habe.
Trauma des Krieges (geleitete Meditation)
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Einatmend weiß ich, dass ich einatme - Ausatmend weiß ich, dass ich ausatme
Ein - Aus
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Einatmend bin ich mir meines ganzen Körpers bewusst - Ausatmend entspanne ich meinen ganzen Körper
meines ganzen Körpers bewusst - meinen ganzen Körper entspannend
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Einatmend betrachte ich mich als ein fünfjähriges Kind - Ausatmend nehme ich mich als ein fünfjähriges Kind an die Hand
mich als ein fünfjähriges Kind betrachtend - das fünfjährige Kindes an die Hand nehmend
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Einatmend nehme ich mich als ein fünfjähriges verwundetes Kind wahr - Ausatmend lächle ich dem verwundeten fünfjährigen Kind voll Mitgefühl zu
mich als fünfjähriges im Krieg verwundetes Kind wahrnehmend - dem verwundeten fünfjährigen Kind voll Mitgefühl zulächelnd
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Einatmend spüre ich meinen Schmerz des verwundeten fünfjährigen Kindes - Ausatmend umarme ich liebevoll meinen Schmerz des verwundeten fünfjährigen Kindes
Meinen Schmerz desverwundeten fünfjährigen Kindes spüren – meinen Schmerz des verwundeten fünfjährigen Kind liebevoll umarmen
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Einatmend sehe ich vor mir meinen Bruder als fünfjähriges Kind – Ausatmend lächle meinem Bruder als fünfjährigem Kind voll Mitgefühl zu
Meinen Bruder als fünfjähriges Kind sehend - meinem Bruder als fünfjährigem Kind voll Mitgefühl zulächelnd
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Einatmend sehe ich vor mir meinen Bruder als fünfjähriges Kind, ohne Eltern in einem Boot auf dem Ozean sitzen - Ausatmend sitze ich neben meinem Bruder als fünfjährigem Kind in dem Boot
Meinen Bruder als fünfjähriges Kind ohne Eltern in einem Boot auf dem Ozean sehend - neben meinem Bruder als fünfjährigem Kind in dem Boot sitzend
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Einatmend spüre ich den Schmerz meines Bruders als fünfjähriges Kind - Ausatmend umarme ich meinen Bruder voller Liebe und gebe ihm das Gefühl der Geborgenheit
Den Schmerz meines Bruders als fünfjährigem Kind spürend - Meinen Bruder voller Liebe umarmend und ihm das Gefühl der Geborgenheit gebend
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Einatmend nehmen wir uns bei der Hand als fünfjährige Kinder - Ausatmend fühlen wir uns als fünfjährige Kinder gelassen und friedvoll
Uns als fünfjährige Kinder bei der Hand nehmend – Uns als fünfjährige Kinder gelassen und friedvoll fühlend
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Einatmend versöhnen wir uns als fünfjährige Kinder miteinander - Ausatmend weinen wir als fünfjährige Kinder voll von gegenseitigem Verstehen und vor Freude
Uns als fünfjährige Kinder miteinander versöhnend – Voll von gegenseitigem Verstehen und vor Freude weinend
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Einatmend lasse ich alle meine Schuldgefühle aus der Vergangenheit los – Ausatmend fühle ich mich erleichtert
Alle meine Schuldgefühle aus der Vergangenheit loslassend – mich erleichtert fühlend
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Einatmend bin ich mir meines ganzen Körpers bewusst – Ausatmend entspanne ich meinen ganzen Körper
meines ganzen Körpers bewusst – meinen ganzen Körper entspannend
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Einatmend weiß ich, dass ich einatme - Ausatmend weiß ich, dass ich ausatme.
Ein - Aus

